Discussion:
Empfehlung neuere Horrorfilme?
Add Reply
Sebastian Will
2017-06-18 22:11:44 UTC
Antworten
Permalink
Hallo,

welche empfehlenswerten Horrorfilme der letzten Zeit gibt es denn so?
Blutig oder unblutig. Aber kein Torture-Porn, kein Fun-Splatter, keine
Komödie und am besten auch nichts, wo irgendjemand von irgendetwas
besessen wird.

Habe letztens It Follows gesehen und für gut befunden. Der ist recht
ungewöhnlich inszeniert, hat wenig Klischees, wartet trotz bekanntem
Grundplot vom bösen Etwas, das jemandem folgt und weitergegeben werden
kann (vgl. The Ring u.ä.) mit originellen Ideen auf und hat letztlich
den Mut, am Ende keine Auflösung zu präsentieren.
--
Sebastian

http://saturnusphilosophorum.com
Manfred Polak
2017-06-18 23:49:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sebastian Will
welche empfehlenswerten Horrorfilme der letzten Zeit gibt es denn so?
Hab gerade eine recht positive Rezension von "The Void" gelesen (kenne
den aber nicht selbst):

http://www.filmforum-bremen.de/2017/06/dvd-rezension-the-void/


Manfred
--
Jekyll und Hyde in Paris
http://whoknowspresents.blogspot.de/2017/06/jekyll-und-hyde-in-paris.html
Cornell Binder
2017-06-19 16:05:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sebastian Will
Hallo,
welche empfehlenswerten Horrorfilme der letzten Zeit gibt es denn so?
Blutig oder unblutig. Aber kein Torture-Porn, kein Fun-Splatter, keine
Komödie und am besten auch nichts, wo irgendjemand von irgendetwas
besessen wird.
Ich gehe jetzt einfach mal meine zuletzt gesehen Filme
durch ohne expliziten Anspruch das jeder eine Empfehlung
ist, sondern eher mit dem Versuch einer Einordnung meiner
Rezeption. Vielleicht reizt es Dich ja.


Als Erstes würde ich aber direkt "Get Out" empfehlen.
Klassisches Setting bei der der schwarze Freund die Eltern
seiner weißen Freundin besucht und sich alles schon etwas
komisch anfühlt. Man denkt erstmal in Richtung Stepford-Wives,
aber da steckt dann doch mehr dahinter.


Explizit abraten möchte ich von "Bye Bye Man". Auf dem
Papier ist die Grundidee durchaus vielversprechend. Das Böse
als philosophische Existenz, das verschwindet wenn sich
niemand mehr dran erinnert. Aber die Umsetzung ist so holz-
schnittartig und die Charaktere alle so belanglos, das es
irgenwann nur noch zum Abhaken der Todesfälle kommt. Schade.


Dann gäbe es da noch "A Cure for Wellness". Wundervoll
gefilmt, durchaus neugierig machende Handlung, verstörende
visuelle Elemente. Aber dann fliegt dem Film die eigene
Handlung um die Ohren und man ist nur noch froh das es
vorbei ist


"Within" ist Horror im typischen Vorort-Setting. Familie
(mit Teenager-Tochter) zieht in neues Haus und irgendwas ist
komisch. Als ob jemand Zugang hätte oder sich gar irgendwo
im Haus verstecken würde. Alles sehr konventionell. Verpaßt
man nichts, wenn man den nicht kennt.


Und als letztes würde ich dann noch "Split" nennen. Ist zwar
vordergründig mehr ein Thriller, erfüllt aber durchaus auch
Horror-Elemente. Gerade was den Aspekt von "Gefangen im
Verlies, hilfe wie kommen wir hier raus?" betrifft. Wenn man
auf M. Night Shyamalan nicht allergisch reagiert, ist das
ein sehr sehenswerte Film. Gerade auch durch die Besetzung.


CoBi
--
recently seen in a cinema near me:
Pirates of the Caribbean: Salazars Rache .............................. 2610
Mein neues bestes Stück ............................................... 2609
Alien: Covenant ....................................................... 2608
Cornell Binder
2017-06-19 16:09:28 UTC
Antworten
Permalink
Post by Cornell Binder
Und als letztes würde ich dann noch "Split" nennen. Ist zwar
vordergründig mehr ein Thriller, erfüllt aber durchaus auch
Horror-Elemente. Gerade was den Aspekt von "Gefangen im
Verlies, hilfe wie kommen wir hier raus?" betrifft. Wenn man
auf M. Night Shyamalan nicht allergisch reagiert, ist das
ein sehr sehenswerte Film. Gerade auch durch die Besetzung.
Hmm, wo ich gerade noch mal nachschaute was Anya Taylor-Joy
gerade dreht, bin ich an "Morgan" erinnert worden.

Das ist auch wieder so ein Thriller/Horror-Mix (mit viel
SciFi). Ein schön klaustrophobische Setting in einem
(abgelegenen) Versuchslaber bei dem das Versuchsobjekt
auf (mentale) Stabilität untersucht werden soll. Es ist klar
das die Situation irgendwann eskalieren wird, aber es ist
verdamt gut erzählt und mit schöner "Lösung" am Ende. Wobei
hier der eigentlich Star natürlich Kate Mara ist.


CoBi
--
recently seen in a cinema near me:
Pirates of the Caribbean: Salazars Rache .............................. 2610
Mein neues bestes Stück ............................................... 2609
Alien: Covenant ....................................................... 2608
Florian Maier
2017-06-19 18:02:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sebastian Will
Hallo,
welche empfehlenswerten Horrorfilme der letzten Zeit gibt es denn so?
Blutig oder unblutig. Aber kein Torture-Porn, kein Fun-Splatter, keine
Komödie und am besten auch nichts, wo irgendjemand von irgendetwas
besessen wird.
Ich habe kürzlich Don't Breathe gesehen. Ist eine
Thriller/Horror-Mischung, bei der drei Jugendliche in das Haus eines
blinden, alten Ex-Marines (wie üblich sehenswert: Stephen Lang)
einbrechen, der sich allerdings zu wehren weiß.

Meine Einschätzung: Handwerklich in allen Belangen solide gemacht, aber
in keinem Bereich herausragend. Kann man gut schauen, muss man aber nicht.


Ein anderer Film aus dem letzten Jahr ist The Shallows. Ziemlich
klassischer Hai-Horror, in dem eine Surferin auf den titelgebenden,
temporär über Wasser liegenden Felsen vor der Küste festsitzt, während
die Uhr bis zur nächsten Flut tickt.

Sehr schöne Bilder und Blake Lively spielt das Ganze recht überzeugend,
aber mir persönlich hat der Hai den Genuss etwas verdorben, denn er
verhält sich nicht mal annähernd wie ein Tier, sondern wie ein
Psycho-Killer. Das mag zu Zeiten von Jaws noch schön und gut gewesen
sein, aber Open Water hat meine Ansprüche in der Beziehung doch etwas
nach oben geschraubt und ich hatte mir gerade aufgrund des simplen und
unspektakulären Settings von The Shallows eine etwas realistischere
Handlung erhofft. Kann man aber trotzdem definitiv schauen.


Mehr Thriller als Horror ist 10 Cloverfield Lane. Eine junge Frau wacht
nach einem Autounfall angekettet in einem unterirdischen Bunker auf. Hat
der Besitzer des Bunkers, ein etwas seltsamer
Survivalist-Verschwörungstheoretiker, sie schlicht entführt oder vor
einer nicht näher spezifizierten Apokalypse gerettet, wie er behauptet?
Man weiß es nicht, und daraus bezieht der Film seine Spannung. Auch der
Dritte im Bunde, ein junger Mann, kann keinen Aufschluss geben, sorgt
aber für eine interessante Dreiecks-Beziehung.

Sehr empfehlenswerter Film, hervorragend von Mary Elizabeth Winstead und
John Goodman gespielte Figuren, allerdings halt eher nur am Rande
Horror. Den "Vorgänger" Cloverfield muss man nicht kennen, die Filme
haben fast nichts miteinander zu tun.


Schon ein bisschen älter, und wahrscheinlich nichts für dich, aber
vielleicht für die anderen Mitleser: Scouts Guide to the Zombie
Apocalypse. Wie der Name vermuten lässt eine Teenie-Horror-Komödie über
ein paar Pfadfinder, die gegen Zombie-Horden bestehen müssen und dabei
wenig überraschend von Außenseitern zu Helden werden.

Der Humor war für meinen Geschmack etwas zu juvenil, schauspielerische
Glanzleistungen darf man auch nicht erwarten, aber alles in allem doch
ein amüsanter, kurzweiliger Film.
Cornell Binder
2017-06-19 20:30:48 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sebastian Will
Hallo,
welche empfehlenswerten Horrorfilme der letzten Zeit gibt es denn so?
Typisch, kaum schickt man ab, schon fallen einem weitere
Film ein, die als Horror durchgehen. :)

"The Girl with All the Gifts". Wir lernen in einem
merkwürdigen Bunker Kinder kennen, vor denen das Personal
irgendwie massive Angst hat. Wir lernen schnell, das diese
ein Schlüssel im Kampf gegen Zombies sind und nun eines
dieser Kinder nach London ins HQ gebracht werden muss. Eine
entsprechende Odyssee beginnt. Sehr ungewöhnlicher Blick auf
Zombies. Der Treck selbst ist genre-typisch, bietet aber
auch viele Überaschungen, gerade durch das Alter des Kindes.


Ich rate ab von "The Belko Experiment". Hatte ich erst
letzte Woche im Sneak aber schon wieder verdrängt so
langweilig konventiell ist der Film. Angestellte werden im
Bürogebäude festgesetzt und müssen sich töten um zu
überleben. Kaum glaubhafte Figurenzeichnungen, so das es
einem sehr schnell egal ist wenn wer stirbt und allgemein
sind auch die Handlungsmotivationen viel zu schablonenhaft.
Taugt noch nicht mal für Gore-Fans.


"Shut In". Gelungener aber nicht herausrangender Vertreter
der "gefangen mit dem Killer in einer einsamen Hütte"-Horror.
Starke psychologische Komponente um die Frage wer eigentlich
der Killer ist und ob alles nicht nur Halluzinationen sind.
Guter Rettungsmotive, etc.


"Lights Out". Ein böser Geist der Dunkelheit braucht um zu
töten und deswegen Lichtschalter manipulieren kann. >:)
Was sich dämlich anhört ist auch fast den ganzen Film über
dämlich. Kann mich an nichts erinnern, das dazu raten würde
dem Film eine Chance zu geben.


So, jetzt reichts aber. :)


CoBi
--
recently seen in a cinema near me:
Pirates of the Caribbean: Salazars Rache .............................. 2610
Mein neues bestes Stück ............................................... 2609
Alien: Covenant ....................................................... 2608
Thorsten Günther
2017-06-24 21:03:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Cornell Binder
"Lights Out". Ein böser Geist der Dunkelheit braucht um zu
töten und deswegen Lichtschalter manipulieren kann. >:)
Was sich dämlich anhört ist auch fast den ganzen Film über
dämlich. Kann mich an nichts erinnern, das dazu raten würde
dem Film eine Chance zu geben.
Erinnert mich von der Grundidee sehr an "Darkness Falls", allerdings
fand ich den damals ganz gut.

Mir fallen noch ein paar ein:

"Crimson Peak" - Thriller mit Geisterelementen (oder Geisterfilm mit
Thrillerelementen?), wunderschöne Bildregie

"Krampus" - klassische F/X in einer Parabel auf den (vergessenen) Sinn
von Weihnachten

"Howl" - endlich wieder ein sehr britischer Werwolfstreifen...

"Late Phases" - ...und ein amerikanischer mit Nick Damici ("Stakeland" 1&2)
Christoph Schneegans
2017-06-23 00:35:32 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sebastian Will
welche empfehlenswerten Horrorfilme der letzten Zeit gibt es denn so?
Blutig oder unblutig. Aber kein Torture-Porn, kein Fun-Splatter, keine
Komödie und am besten auch nichts, wo irgendjemand von irgendetwas
besessen wird.
Habe letztens It Follows gesehen und für gut befunden.
Ich fand den sogar sehr gut. Ebenfalls gefallen haben mir diese Filme:

• Backtrack http://www.imdb.com/title/tt2784936/
• Before I Wake http://www.imdb.com/title/tt3174376/
• Unfriend http://www.imdb.com/title/tt3352390/
• The Witch http://www.imdb.com/title/tt4263482/
--
<http://schneegans.de/computer/safer/> · SAFER mit Windows
Thorsten Günther
2017-06-24 20:54:59 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sebastian Will
welche empfehlenswerten Horrorfilme der letzten Zeit gibt es denn so?
Blutig oder unblutig. Aber kein Torture-Porn, kein Fun-Splatter, keine
Komödie und am besten auch nichts, wo irgendjemand von irgendetwas
besessen wird.
Ich fand "The Forest" und "Unfriend" ganz nett - keine wirklichen Hits,
aber ganz nett, um sich den Abend zu vertreiben.
Florian Maier
2018-11-01 17:05:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sebastian Will
Hallo,
welche empfehlenswerten Horrorfilme der letzten Zeit gibt es denn so?
Blutig oder unblutig. Aber kein Torture-Porn, kein Fun-Splatter, keine
Komödie und am besten auch nichts, wo irgendjemand von irgendetwas
besessen wird.
Ich wärme einfach diesen Thread nochmal auf, denn ich hab gerade einen
wirklich empfehlenswerten Horror-Streifen gesehen und beim derzeitigen
Postingaufkommen können 17 Monate ja noch fast als taufrisch gelten.

In "Hereditary" aus diesem Jahr geht es um eine vierköpfige Familie, in
der nach dem Tod der Großmutter einige seelische und zwischenmenschliche
Konflikte aufkommen. Das hört sich jetzt extrem vage an, aber ich will
eigentlich über die Story selbst auch gar nichts verraten, denn die
dürfte umso besser wirken, je weniger man drüber weiß.

Lieber ein paar Worte zu den Figuren: Die Mutter ist der erzählerische
Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Sie ist eine recht sensible und
fragile Künstlernatur, die beruflich zuhause an sehr detaillierten und
leicht unheimlich wirkenden puppenhausartigen Dioramen bastelt.
Verkörpert wird sie herausragend von Toni Collette, die sich die Seele
aus dem Leib spielt und auf dem Film-Poster so traurig und mitgenommen
aussieht, dass ich zuerst glaubte, Titus Welliver zu erkennen.

Der Vater, gespielt von Gabriel Byrne, ist der rationale Ruhepol der
Familie und somit auch das kittende Element bei etwaigen Konflikten. Der
Sohn ist etwa 16 Jahre alt und ein etwas introvertierter Normalo, der
sich im Verlauf des Films zunehmend von der Mutter entfremdet. Die etwa
12-jährige Tochter ist schon rein äußerlich das hervorstechendste
Familienmitglied, denn sie ist nicht gerade mit Schönheit gesegnet, und
in Kombination mit ihrem sehr exzentrischen Verhalten macht sie das zu
einem klassischen Außenseiter, auch wenn sie im Familienkreis ein
durchaus umgängliches Mädchen ist.

Das Langfilm-Debut von Schreiber und Regisseur Ari Aster ist ein meiner
Meinung nach hervorragender Film, der genau meinem Horror-Geschmack
entspricht, denn er ist handwerklich sehr kompetent gemacht und nimmt
sich Zeit für die Entwicklung einer diffus-unheimlichen, subtil
verstörenden Atmosphäre und verzichtet im Gegenzug größtenteils auf Jump
Scares und Splatter-Effekte.

Das geht sogar so weit, dass man fast sagen könnte, dass wir es über
etwa 90 Minuten mehr mit einem Familiendrama mit leicht mysteriösem
Anstrich zu tun haben und erst in den letzten 30 Minuten der Film so
richtig ins Horrorgenre übergeht. Dann allerdings ist er schon auch so
explizit, dass man ihn nicht mit Leuten schauen sollte, die mit Horror
nichts anfangen können. Die damit einhergehende Erklärung der Story ist
jetzt nichts, was mich vom Hocker gehauen hätte, aber sie ist völlig
solide und geht in Ordnung.

Alles in allem rundum empfehlenswert, auch wenn mir der Part des
psychologischen Familiendramas im Grunde besser gefallen hat als der
letzte Akt, in dem dann etwas Action aufkommt.
Sebastian Will
2018-11-24 00:26:45 UTC
Antworten
Permalink
Post by Florian Maier
In "Hereditary" aus diesem Jahr geht es um eine vierköpfige Familie, in
der nach dem Tod der Großmutter einige seelische und zwischenmenschliche
Konflikte aufkommen. Das hört sich jetzt extrem vage an, aber ich will
eigentlich über die Story selbst auch gar nichts verraten, denn die
dürfte umso besser wirken, je weniger man drüber weiß.
Ja, den Film habe ich schon auf dem Zettel. Meine Erwartungen sind auch
nicht gerade gering.

Don't Breathe habe ich mittlerweile auch gesehen und bin enttäuscht
worden angesichts der doch relativ guten Kritiken. 7.1 auf IMDb? 88% auf
Rotten Tomatoes? Völlig übertrieben. Der Film reiht eine unglaubwürdige
Szene an die nächste und große Spannung hat sich bei mir nicht eingestellt.

Auf Netflix habe ich noch The Ritual gesehen. Die erste Stunde ist
ordentlich spannend und schön gruselig. Ist es Backwood-Slasher oder
Monster-Horror? Man weiß es nicht so genau. Das Grauen bleibt vage. Dann
folgt die Auflösung und man ist etwas enttäuscht aufgrund der
naheliegenden Banalität. Der Filmtitel ist quasi ein Spoiler. Der Film
driftet von durchdringender Suspense rüber zu Horror-Action. Die
Soundkulisse ist gut, die Optik düster und ausgesprochen effektiv.
Dennoch fehlt die emotionale Wucht, aber das Monster im Finale
entschädigt. Eine ganz fantastische Kreatur, die so noch nicht dagewesen
ist. https://www.imdb.com/title/tt5638642/
Sebastian Will
2018-11-24 12:52:28 UTC
Antworten
Permalink
Heute Nacht habe ich Apostle gesehen.
https://www.imdb.com/title/tt6217306/

Ein garstiger, niederschmetternder Film, der den eleganten Zynismus
eines Wickerman mit der Räudigkeit eines Backwood-Schockers kreuzt. Der
Regisseur kann nicht nur entfesselnde Martial-Arts-Action (The Raid),
sondern auch diese Art von kultischem Sekten-Horror. Visuell
beeindruckend und mit einigen hochunangenehmen Szenen versehen, kann
mich der Film aber nicht vollends überzeugen. In einigen Szenen fehlt
ihm das letzte Quentchen Orginalität und er ist mit 130 Minuten ein
bischen lang geraten. Dennoch sehenswert.


Mir ist eingefallen, dass ich auch noch irgendwann Insidious gesehen
habe. Oder wars Sinister? Ach, es waren beide. Diese ganzen
Standard-Horrorfilme mit 1-Wort-Titeln nähern sich in Setting und
Figuren immer mehr an, so dass ich sie kaum noch auseinander halten kann.

Insidious erinnert mich stark an einen spanischen Horrorfilm, den ich
vor Jahren gesehen habe und an dessen Titel ich mich nicht mehr erinnern
kann. Horrorfilme mit Geistern und Kindern haben bei mir keinen guten
Stand. Meistens wärmen diese Filme nur alte Zutaten wieder auf, die auf
Poltergeist zurückgehen. Insidious ist kein schlechter Film, aber man
verpasst auch nichts, wenn man ihn auslässt. Ich sehe gerade, dass es
mittlerweile 3 Fortsetzungen gibt. Och, nö danke.

Sinister hat mir etwas besser gefallen, obwohl es hier auch schon wieder
um Kinder geht. Die Super-8-Filme, die Ethan Hawke findet, sind
supergruselig. Gegen Ende wird es allerdings eher nervig statt gruselig.
Und die Auflösung ist für mich echter Kappes. Aber Respekt dafür, mir
hier kein Happy-End aufzuzwingen.

Loading...