Discussion:
The house that Jack built (2018)
(zu alt für eine Antwort)
F. W.
2020-04-15 07:26:01 UTC
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Wenn man Filem von Lars von Trier ansieht, möchte man ihn zu seinem
eigenen Schutz anschließend einsperren. Das war schon bei "Idioten
(1998)" so, wenigstens aber nach "Antichrist (2009)". Sein "Dancer in
the dark (2000)" gefiel mir dagegen mit seiner Poesie und seiner Story.

"The house that Jack built (2018)" ist ein Thriller. Wie in vielen
anderen Filmen dieser Art verübt ein Killer Mord um Mord und die Polizei
ist ihm auf den Fersen. Es wäre aber vermutlich kein Filme des
selbsternannten Enfant Terrible, wenn nicht brutale Szenen Teil des
Ganzen wären. Zuschauer und Kritiker sollen die Vorführung bereits vor
dem Ende verlassen haben.

Ich würde jetzt gern erklären, welche Rolle die Gewalt in der Story
spielt, aber sie ist weitgehend sinnlos. Auch die verstörenden
"Vorspiele" des Mörders mit seinem Opfer ergeben keinen Sinn. Nichts ist
so meisterhaft wie in "Pulp Fiction (1994)", nichts um der Story wegen
so notwendig zu ertragen wie etwa in "Das Schweigen der Lämmer (1991)"
oder "Psycho (1960)".

Und so plänkelt der Film 2,5 Stunden dahin. In einem Licht, das
leichenblaß wirkt, mit Mimik und Texttafeln, die Gründe betonen. Hinzu
kommt noch ein etwas aufgesetzt wirkender Nebenstrang, in dem sich der
Mörder mit "Verge" (Vergil) unterhält, der unerklärlicherweise von Bruno
Ganz gespielt wird.

Der Film ist nicht zu empfehlen. Die Story gibt nichts her, die
Inszenierung vermittelt nichts. Leider hat von Trier seine eigene Klasse
hier nicht erreicht. Schade, das Thema hätte mehr hergeben können.

FW
J J Panury
2020-04-15 08:25:04 UTC
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Post by F. W.
Wenn man Filem von Lars von Trier ansieht, möchte man ihn zu seinem
eigenen Schutz anschließend einsperren. Das war schon bei "Idioten
(1998)" so, wenigstens aber nach "Antichrist (2009)". Sein "Dancer in
the dark (2000)" gefiel mir dagegen mit seiner Poesie und seiner Story.
"The house that Jack built (2018)" ist ein Thriller.
Und damit schon mal für mich "out".

Ich verfolge LvTs Schaffen von Beginn, und ich bin völlig sicher, dass
er mit diesem Quatsch sein bisher beknacktestes "Werk",
"Nymphomaniac", um etliche Striche unterboten hat.

Schade um Lars von Trier!

Viele Genies halten nicht durch. Und Triers erklärtes Vorbild,
Tarkowskij, war auch ein Nichtdurchhalter.

Ich mag Genies nicht - oder, sagen wir: Es ist mir vor mir selbst
peinlich, dass mich Filme (oder Romane) von Genies mitunter
ansprechen. Ich mag nicht, dass "Antichrist" und "Melancholia" mich
"mitnehmen" wie kaum ein anderer Film.
Mit "Europa" hingegen, oder auch mit "Dogville" habe ich dieses
Problem nicht.

Das verlässlichste Nicht-Genie - und darum vielleicht sogar von den
Besten der Beste - ist für mich Ingmar Bergman.
F. W.
2020-04-15 09:11:24 UTC
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Post by J J Panury
Post by F. W.
"The house that Jack built (2018)" ist ein Thriller.
Und damit schon mal für mich "out".
Schade, es gibt sehr gute Thriller.
Post by J J Panury
Ich verfolge LvTs Schaffen von Beginn, und ich bin völlig sicher,
dass er mit diesem Quatsch sein bisher beknacktestes "Werk",
"Nymphomaniac", um etliche Striche unterboten hat.
Ja, "Nymphomaniac" war wirklich unfreiwillig komisch.
Post by J J Panury
Schade um Lars von Trier!
Ich bin mir sicher, sein bestes Werk kommt noch. Wenn er mal dieses
infantile "Ich ärgere Euch mit Bildern" aufgegeben hat.

FW
J J Panury
2020-04-15 09:39:45 UTC
Permalink
Post by F. W.
Post by J J Panury
Post by F. W.
"The house that Jack built (2018)" ist ein Thriller.
Und damit schon mal für mich "out".
Schade, es gibt sehr gute Thriller.
Thriller schaut man bis maximal zwanzig. Wenn man älter wird - und
gaaaanz allmählich auch mal ans Erwachsenwerden denken sollte - schaut
man sich die bis zwanzig gesehenen Thriller manchmal, in peinlichen
Nostalghie-Anwandlungen, nochmal an.

Es gibt gute "psychologische" Filme mit "Thriller"-Elementen. Die sind
eine andere Sache; keine Thriller i.e.S..
Post by F. W.
Ich bin mir sicher, sein bestes Werk kommt noch.
Zu hoffen ist, dass er (wieder?) erwachsen wird.
Ist es nicht so, dass er mit "The House That Jack Built" im Revier des
erklärten Nichterwachsenen Tarantino wildert? (Und der hätte auch nach
"Pulp Fiction" aufhören können, ja sollen! Aber er braucht wohl das
Geld ...)
F. W.
2020-04-15 11:34:48 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Thriller schaut man bis maximal zwanzig. Wenn man älter wird - und
gaaaanz allmählich auch mal ans Erwachsenwerden denken sollte -
schaut man sich die bis zwanzig gesehenen Thriller manchmal, in
peinlichen Nostalghie-Anwandlungen, nochmal an.
Nee, das war bei mir "Stirb langsam" und die finde ich immer noch gut.
Ich bin 55 Jahre alt.
Post by J J Panury
Es gibt gute "psychologische" Filme mit "Thriller"-Elementen. Die
sind eine andere Sache; keine Thriller i.e.S..
Hmm...vielleicht mein absoluter Liebling "Bis das Blut gefriert (1963)".
Post by J J Panury
Zu hoffen ist, dass er (wieder?) erwachsen wird. Ist es nicht so,
dass er mit "The House That Jack Built" im Revier des erklärten
Nichterwachsenen Tarantino wildert? (Und der hätte auch nach "Pulp
Fiction" aufhören können, ja sollen! Aber er braucht wohl das Geld
...)
Tarantino braucht sicher kein Geld.

FW
Andy Angerer
2020-04-15 12:44:38 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Thriller schaut man bis maximal zwanzig. Wenn man älter wird - und
gaaaanz allmählich auch mal ans Erwachsenwerden denken sollte - schaut
man sich die bis zwanzig gesehenen Thriller manchmal, in peinlichen
Nostalghie-Anwandlungen, nochmal an.
Und warum?
--
**** Die andere Site ****
(mit den anderen Links)
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J J Panury
2020-04-15 15:06:20 UTC
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Post by Andy Angerer
Post by J J Panury
Thriller schaut man bis maximal zwanzig. Wenn man älter wird - und
gaaaanz allmählich auch mal ans Erwachsenwerden denken sollte - schaut
man sich die bis zwanzig gesehenen Thriller manchmal, in peinlichen
Nostalghie-Anwandlungen, nochmal an.
Und warum?
Na zum Beispiel weil es hundert andere Genres gibt, die, wenigstens
kursorisch, auch mal "dran" sein wollen.

Man hört ja auch irgendwann auf, den "Räuber Hotzenplotz" zu lesen
oder "Tagebuch" zu schreiben ...
Cornell Binder
2020-04-15 20:03:50 UTC
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Post by J J Panury
Post by Andy Angerer
Post by J J Panury
Thriller schaut man bis maximal zwanzig. Wenn man älter wird - und
gaaaanz allmählich auch mal ans Erwachsenwerden denken sollte - schaut
man sich die bis zwanzig gesehenen Thriller manchmal, in peinlichen
Nostalghie-Anwandlungen, nochmal an.
Und warum?
Na zum Beispiel weil es hundert andere Genres gibt, die, wenigstens
kursorisch, auch mal "dran" sein wollen.
Wie genau verhindert die Existenz von Thrillern, daß diese
angeblich hunderten anderen Genres nicht dran kommen.

Wo dran genau eigentlich? Ins Kino, ins Fernsehen, ins Internet?
Post by J J Panury
Man hört ja auch irgendwann auf, den "Räuber Hotzenplotz" zu lesen
oder "Tagebuch" zu schreiben ...
Ich kenne eigentlich nur Kinder, die mit dem tiefsten
Brustton der Überzeugung erklären, daß sie keine Kinder mehr
seien.

Oder anders: Wer für sich selbst öffentlich erklären muß,
daß er erwachsen ist, scheint es nicht wirklich zu sein.


CoBi
--
recently seen in a cinema near me:
Ad Astra - Zu den Sternen ............................................. 2937
Midsommar ............................................................. 2936
The Kitchen: Queens of Crime .......................................... 2935
J J Panury
2020-04-15 20:34:02 UTC
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Post by Cornell Binder
Post by J J Panury
Post by Andy Angerer
Post by J J Panury
Thriller schaut man bis maximal zwanzig. Wenn man älter wird - und
gaaaanz allmählich auch mal ans Erwachsenwerden denken sollte - schaut
man sich die bis zwanzig gesehenen Thriller manchmal, in peinlichen
Nostalghie-Anwandlungen, nochmal an.
Und warum?
Na zum Beispiel weil es hundert andere Genres gibt, die, wenigstens
kursorisch, auch mal "dran" sein wollen.
Wie genau verhindert die Existenz von Thrillern, daß diese
angeblich hunderten anderen Genres nicht dran kommen.
Ich meinte *für mich* "dran". Man hat doch nur so und so viel -
genauer: so und so wenig - Zeit!
Und wenn ich - Beispiel Thriller - nach sagenwir fünf
Serienmörder-Thrillern merke, dass sie sich sehr stark ähneln, muss
ich nicht noch fünfundzwanzig weitere Serienmörder-Thriller anschauen.
Dass mir so vielleicht der allerbeste aller Serienmörder-Thriller
entgeht - tja, damit muss ich eben leben. Schaff' ich!
Post by Cornell Binder
Wo dran genau eigentlich? Ins Kino, ins Fernsehen, ins Internet?
Post by J J Panury
Man hört ja auch irgendwann auf, den "Räuber Hotzenplotz" zu lesen
oder "Tagebuch" zu schreiben ...
Ich kenne eigentlich nur Kinder, die mit dem tiefsten
Brustton der Überzeugung erklären, daß sie keine Kinder mehr
seien.
Wie nennst Du es denn, wenn man nicht mehr den Räuber Hotzenplotz
liest, oder Bussi Bär, oder wenn man nicht mehr "Liebes Tagebuch"
schreibt, nicht mehr Oblaten ins Heft klebt?
Post by Cornell Binder
Oder anders: Wer für sich selbst öffentlich erklären muß,
daß er erwachsen ist, scheint es nicht wirklich zu sein.
Du scheinst mit der Sprachfigur unernster Apodiktion überfordert zu
sein.
Florian Maier
2020-04-15 22:09:18 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Post by Cornell Binder
Oder anders: Wer für sich selbst öffentlich erklären muß,
daß er erwachsen ist, scheint es nicht wirklich zu sein.
Du scheinst mit der Sprachfigur unernster Apodiktion überfordert zu
sein.
Hallo Mr. Sophistication, seltsam, dass du den Film nicht magst. Er ist
doch geradezu wie für dich gemacht.
Cornell Binder
2020-04-15 22:26:57 UTC
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Post by J J Panury
Post by Cornell Binder
Post by J J Panury
Na zum Beispiel weil es hundert andere Genres gibt, die, wenigstens
kursorisch, auch mal "dran" sein wollen.
Wie genau verhindert die Existenz von Thrillern, daß diese
angeblich hunderten anderen Genres nicht dran kommen.
Ich meinte *für mich* "dran". Man hat doch nur so und so viel -
genauer: so und so wenig - Zeit!
Dann schreib das doch auch so. Dann können sich die
Nachfragen die Mühe sparen geschrieben zu werden.
Post by J J Panury
Und wenn ich - Beispiel Thriller - nach sagenwir fünf
Serienmörder-Thrillern merke, dass sie sich sehr stark ähneln, muss
ich nicht noch fünfundzwanzig weitere Serienmörder-Thriller anschauen.
Müssen tut man gar nichts. Und es ist auch völlig legitim
nichst weiter zu erwarten. Aber persönliche Erwartungen sind
halt keine Fakten. Wenn Du geschrieben hättest, daß für Dich
Thriller durch sind und Du da nichst mehr erwartest, wäre da
vielleicht eine andere Reaktion gekommen. Aber das ist jetzt
auch nur Spekulation von mir. So eine vorsichtige welche.
Post by J J Panury
Dass mir so vielleicht der allerbeste aller Serienmörder-Thriller
entgeht - tja, damit muss ich eben leben. Schaff' ich!
Ich denke die Thriller können das ab.
Post by J J Panury
Post by Cornell Binder
Ich kenne eigentlich nur Kinder, die mit dem tiefsten
Brustton der Überzeugung erklären, daß sie keine Kinder mehr
seien.
Wie nennst Du es denn, wenn man nicht mehr den Räuber Hotzenplotz
liest, oder Bussi Bär, oder wenn man nicht mehr "Liebes Tagebuch"
schreibt, nicht mehr Oblaten ins Heft klebt?
Bedingt durch eine Ostsozialisation habe ich keine dieser
Aktionen je gemacht. Insoweit bin ich offensichtlich im vor-
kindlichen Stadium steckengeblieben.

Aber ich habe auch mit 12 oder so "Wie der Stahl gehärtet"
wurde. Vielleicht war das dann direkt ein Übersprung oder so.
Post by J J Panury
Post by Cornell Binder
Oder anders: Wer für sich selbst öffentlich erklären muß,
daß er erwachsen ist, scheint es nicht wirklich zu sein.
Du scheinst mit der Sprachfigur unernster Apodiktion überfordert zu
sein.
Das war Ironie.


CoBi - denn hinter kann man ja immer alles behaupten
--
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J J Panury
2020-04-16 08:53:17 UTC
Permalink
Post by Cornell Binder
Post by J J Panury
Post by Cornell Binder
Post by J J Panury
Na zum Beispiel weil es hundert andere Genres gibt, die, wenigstens
kursorisch, auch mal "dran" sein wollen.
Wie genau verhindert die Existenz von Thrillern, daß diese
angeblich hunderten anderen Genres nicht dran kommen.
Ich meinte *für mich* "dran". Man hat doch nur so und so viel -
genauer: so und so wenig - Zeit!
Dann schreib das doch auch so.
Die - riesige - Mehrzahl der Leute versteht, was ich sage/schreibe,
*wie* ich's meine.
Post by Cornell Binder
Müssen tut man gar nichts. Und es ist auch völlig legitim
nichst weiter zu erwarten. Aber persönliche Erwartungen sind
halt keine Fakten. Wenn Du geschrieben hättest, daß für Dich
Thriller durch sind und Du da nichst mehr erwartest, wäre da
vielleicht eine andere Reaktion gekommen.
Wie gesagt: "ironisch-apodiktisch" ist ein gängiges Register in
entspannter Konversation.
Post by Cornell Binder
Post by J J Panury
Wie nennst Du es denn, wenn man nicht mehr den Räuber Hotzenplotz
liest, oder Bussi Bär, oder wenn man nicht mehr "Liebes Tagebuch"
schreibt, nicht mehr Oblaten ins Heft klebt?
Bedingt durch eine Ostsozialisation habe ich keine dieser
Aktionen je gemacht. Insoweit bin ich offensichtlich im vor-
kindlichen Stadium steckengeblieben.
Erstens sind Ossis sowieso irgendwie erwachsener, und zweitens stell'
dich nicht an, Du weißt genau, wovon die Rede ist.
Post by Cornell Binder
Aber ich habe auch mit 12 oder so "Wie der Stahl gehärtet"
wurde. Vielleicht war das dann direkt ein Übersprung oder so.
Post by J J Panury
Post by Cornell Binder
Oder anders: Wer für sich selbst öffentlich erklären muß,
daß er erwachsen ist, scheint es nicht wirklich zu sein.
Du scheinst mit der Sprachfigur unernster Apodiktion überfordert zu
sein.
Das war Ironie.
Nee.

Erwachsenheit - also das Defizit an derselben - ist ein wichtiges
gesellschaftliches Thema.
Anders gewendet: Perennierende (um nicht zu sagen perpetuierende)
Kindlichkeit ist *die* Ursache so gut wie aller gesellschaftlicher
Probleme; ist aber andererseits unabdingbar zum Fortbetrieb
marktlich-konsumistischer sog. Wertschöpfung (aka
Freiheit&Demokratie).
Deine "Ostsozialisation" war eine *ohne* (oder zumindest stark
beschränkte) marktlich-konsumistische Wertschöpfung. Das macht, dass
mir die (älteren) Ossis egalweg irgendwie erwachsener vorkommen. Sie
sind schlicht ohne den Imperativ der Dauerverkindlichung durch die
alles beherrschende Werbung sozialisiert.
Cornell Binder
2020-04-16 11:38:25 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Post by Cornell Binder
Post by J J Panury
Ich meinte *für mich* "dran". Man hat doch nur so und so viel -
genauer: so und so wenig - Zeit!
Dann schreib das doch auch so.
Die - riesige - Mehrzahl der Leute versteht, was ich sage/schreibe,
*wie* ich's meine.
Na wenn Du das sagst, muß es ja stimmen.
Post by J J Panury
Wie gesagt: "ironisch-apodiktisch" ist ein gängiges Register in
entspannter Konversation.
Wie behauptet.
Post by J J Panury
Post by Cornell Binder
Post by J J Panury
Wie nennst Du es denn, wenn man nicht mehr den Räuber Hotzenplotz
liest, oder Bussi Bär, oder wenn man nicht mehr "Liebes Tagebuch"
schreibt, nicht mehr Oblaten ins Heft klebt?
Bedingt durch eine Ostsozialisation habe ich keine dieser
Aktionen je gemacht. Insoweit bin ich offensichtlich im vor-
kindlichen Stadium steckengeblieben.
Erstens sind Ossis sowieso irgendwie erwachsener, und zweitens stell'
dich nicht an, Du weißt genau, wovon die Rede ist.
Ja, daß alles was Du schreibst nur "ironisch-apodiktisch"
ist, da hast Du ja jetzt mehrfach drauf bestanden.
Post by J J Panury
[Mansplaining]
Ok, Boomer.


CoBi
--
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Andy Angerer
2020-04-16 14:03:33 UTC
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Post by J J Panury
Post by Andy Angerer
Post by J J Panury
Thriller schaut man bis maximal zwanzig. Wenn man älter wird - und
gaaaanz allmählich auch mal ans Erwachsenwerden denken sollte - schaut
man sich die bis zwanzig gesehenen Thriller manchmal, in peinlichen
Nostalghie-Anwandlungen, nochmal an.
Und warum?
Na zum Beispiel weil es hundert andere Genres gibt, die, wenigstens
kursorisch, auch mal "dran" sein wollen.
Ahso.
"Nein; im Polarium waren wir letztes Mal; heute gehen wir ins
Elefantenhaus." Was aber, wenn man Pinguine lieber mag als Elefanten?
Post by J J Panury
Man hört ja auch irgendwann auf, den "Räuber Hotzenplotz" zu lesen
oder "Tagebuch" zu schreiben ...
Aua; dieser Vergleich....
--
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J J Panury
2020-04-16 15:34:47 UTC
Permalink
Post by Andy Angerer
Post by J J Panury
Post by Andy Angerer
Post by J J Panury
Thriller schaut man bis maximal zwanzig. Wenn man älter wird - und
gaaaanz allmählich auch mal ans Erwachsenwerden denken sollte - schaut
man sich die bis zwanzig gesehenen Thriller manchmal, in peinlichen
Nostalghie-Anwandlungen, nochmal an.
Und warum?
Na zum Beispiel weil es hundert andere Genres gibt, die, wenigstens
kursorisch, auch mal "dran" sein wollen.
Ahso.
"Nein; im Polarium waren wir letztes Mal; heute gehen wir ins
Elefantenhaus." Was aber, wenn man Pinguine lieber mag als Elefanten?
Ja, das Mögen! Und erst das Liebermögen!
Aber das ist noch nichts gegen das Haben, das Meinunghaben zumal!
Die dritte - und gemeinste - Teufelei aber ist das Finden!

"A Kreiz is'!" (Permaneder, in "Buddenbrooks")
Michael 'Mithi' Cordes
2020-04-15 13:35:26 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Thriller schaut man bis maximal zwanzig.
Das würde ich mal als, freundlich formuliert, Mindermeinung einstufen.


cya
Mithi, Baujahr '70
--
Fragen zu DVD Bestellungen in Übersee?
http://www.dvd-welt.de/
J J Panury
2020-04-15 15:02:27 UTC
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Post by Michael 'Mithi' Cordes
Post by J J Panury
Thriller schaut man bis maximal zwanzig.
Das würde ich mal als, freundlich formuliert, Mindermeinung einstufen.
Ja - und? Wo Problem?
Cornell Binder
2020-04-15 15:07:03 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Post by F. W.
Post by J J Panury
Post by F. W.
"The house that Jack built (2018)" ist ein Thriller.
Und damit schon mal für mich "out".
Schade, es gibt sehr gute Thriller.
Thriller schaut man bis maximal zwanzig. Wenn man älter wird - und
gaaaanz allmählich auch mal ans Erwachsenwerden denken sollte - schaut
man sich die bis zwanzig gesehenen Thriller manchmal, in peinlichen
Nostalghie-Anwandlungen, nochmal an.
Ach Gottchen, wer hat Dir denn ins Popcorn gehustet?
Post by J J Panury
Es gibt gute "psychologische" Filme mit "Thriller"-Elementen. Die sind
eine andere Sache; keine Thriller i.e.S..
Kein echter Schotte sozusagen? Sorry, aber mit so einer
Immunisierung kann ich auch für jedes andere Genre pro-
klammieren, daß es nur was für "unreife" ist, und es
natürlich Ausnahmen gibt, die dann aber in Wahrheit doch
nicht zum Genre gehören.


Ich es ein Zeichen von "erwachsen sein", wenn man pein-
lich zwischen U und E unterscheidet?


CoBi
--
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J J Panury
2020-04-15 18:06:34 UTC
Permalink
Post by Cornell Binder
Post by J J Panury
Es gibt gute "psychologische" Filme mit "Thriller"-Elementen. Die sind
eine andere Sache; keine Thriller i.e.S..
Kein echter Schotte sozusagen? Sorry, aber mit so einer
Immunisierung kann ich auch für jedes andere Genre pro-
klammieren, daß es nur was für "unreife" ist, und es
natürlich Ausnahmen gibt, die dann aber in Wahrheit doch
nicht zum Genre gehören.
"Spannung" ist ein kindliches, also "unerwachsenes" Sentiment. Ähnlich
wie zB auch die Vorliebe für "Action". Wenn solche Bedürfnisse
wirklich vollständig über einschlägigen Medienkonsum "abgearbeitet"
werden (können) - tant mieux. (vgl. auch entsprechende
Computerspiele!) Aber meine Beobachtung lässt mich da zweifeln.

Wie schon gesagt, es gibt hundert andere Genres, die auch "zu ihrem
Recht kommen" wollen. Da müssen Action und Thriller (und weit gehend
auch Horror, "Fantasy", "Science"-Fiction) einfach irgendwann "durch"
sein.
Post by Cornell Binder
Ich es ein Zeichen von "erwachsen sein", wenn man pein-
lich zwischen U und E unterscheidet?
Vielleicht eher, wenn man des U nicht (mehr) bedarf. (Übrigens nicht
Zeichen, sondern Anzeichen.)
Michael 'Mithi' Cordes
2020-04-15 19:27:55 UTC
Permalink
Post by J J Panury
"Spannung" ist ein kindliches, also "unerwachsenes" Sentiment.
Nein. Aber Danke für's Mitspielen.


cya
Mithi
--
Fragen zu DVD Bestellungen in Übersee?
http://www.dvd-welt.de/
Cornell Binder
2020-04-15 19:59:36 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Post by Cornell Binder
Post by J J Panury
Es gibt gute "psychologische" Filme mit "Thriller"-Elementen. Die sind
eine andere Sache; keine Thriller i.e.S..
Kein echter Schotte sozusagen? Sorry, aber mit so einer
Immunisierung kann ich auch für jedes andere Genre pro-
klammieren, daß es nur was für "unreife" ist, und es
natürlich Ausnahmen gibt, die dann aber in Wahrheit doch
nicht zum Genre gehören.
"Spannung" ist ein kindliches, also "unerwachsenes" Sentiment. Ähnlich
wie zB auch die Vorliebe für "Action". Wenn solche Bedürfnisse
wirklich vollständig über einschlägigen Medienkonsum "abgearbeitet"
werden (können) - tant mieux. (vgl. auch entsprechende
Computerspiele!) Aber meine Beobachtung lässt mich da zweifeln.
Ich mache mir gerade Sorgen, was kommt wenn ich Komödien und
romatische Filme erwähne. Kommt da dann was mit Frauen?
Post by J J Panury
Wie schon gesagt, es gibt hundert andere Genres, die auch "zu ihrem
Recht kommen" wollen. Da müssen Action und Thriller (und weit gehend
auch Horror, "Fantasy", "Science"-Fiction) einfach irgendwann "durch"
sein.
Stehen die bösen Thriller bei Dir im Kino am Eingang und
lassen niemanden rein, der was anderes sehen will? Schon mal
an eine Klage gedacht? Ich meine, wenn Du da nicht handelst,
werden einfach immer weiter Thriller gedreht. Da muß doch
mal Schluß sein!

Übrigens im Bereich Film von hunderten Genres zu reden, kommt
nur hin, wenn man Heimatfilme nach Dreh-Tal ausdifferenziert.
Post by J J Panury
Post by Cornell Binder
Ich es ein Zeichen von "erwachsen sein", wenn man pein-
lich zwischen U und E unterscheidet?
Vielleicht eher, wenn man des U nicht (mehr) bedarf. (Übrigens nicht
Zeichen, sondern Anzeichen.)
Vielleicht ist es auch einfach nur bildungsbürgerliche
Wichtigtuerei.

Falls Du also Sorgen hattest, daß es hierzugroups Menschen
gab, die bei Deinem Namen an jemanden denken würden, der
sich nur inhaltsleere Fast-Food-Unterhaltung anschaut, ist
Deine Strategie aufgegangen.


CoBi
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J J Panury
2020-04-15 20:41:09 UTC
Permalink
Post by Cornell Binder
Post by J J Panury
Wie schon gesagt, es gibt hundert andere Genres, die auch "zu ihrem
Recht kommen" wollen. Da müssen Action und Thriller (und weit gehend
auch Horror, "Fantasy", "Science"-Fiction) einfach irgendwann "durch"
sein.
Stehen die bösen Thriller bei Dir im Kino am Eingang und
lassen niemanden rein, der was anderes sehen will? Schon mal
an eine Klage gedacht? Ich meine, wenn Du da nicht handelst,
werden einfach immer weiter Thriller gedreht. Da muß doch
mal Schluß sein!
Ich meinte Schluss damit _für mich_!
Mir doch Wurscht, wieviele Thriller gedreht werden!

Gott, was fühlen sich die Leut' gleich auf den Schlips getreten, wenn
man durchblicken lässt, dass man ihr Lieblings<irgendwas> nicht ebenso
heilig hält! ;-))
Cornell Binder
2020-04-15 22:31:38 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Gott, was fühlen sich die Leut' gleich auf den Schlips getreten, wenn
man durchblicken lässt, dass man ihr Lieblings<irgendwas> nicht ebenso
heilig hält! ;-))
Die Reaktionen bestanden initial aus (irritierten) Nachfragen.
Ich habe auch nirgendwo ein Posting gelesen, daß erklärt hätte
das Thriller die Krönung der Schöpfung seien, oder ähnliches.

Das am Ende nur der Wandel des persönlichen Geschmacks als
geistige Reifung verkauft wird, hätte ich zwar nicht erwartet,
aber hey. Man nimmt was man kriegt.


CoBi
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Andy Angerer
2020-04-16 14:26:02 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Ich meinte Schluss damit _für mich_!
Das hast Du aber nicht geschrieben.
Du schreibetest allgemeingültig, daß man mit 20 aufhört, Thriller zu
gucken, weil man da ja mal erwachsen werden muß.
Post by J J Panury
Gott, was fühlen sich die Leut' gleich auf den Schlips getreten, wenn
man durchblicken lässt, dass man ihr Lieblings<irgendwas> nicht ebenso
heilig hält!
Du postulierst das Gucken von Thrillern als infantil und wunderst Dich
über Gegenwind?
Post by J J Panury
;-))
Dieser ist hier eindeutig gelogen.
--
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J J Panury
2020-04-16 17:35:06 UTC
Permalink
Post by Andy Angerer
Post by J J Panury
Ich meinte Schluss damit _für mich_!
Das hast Du aber nicht geschrieben.
Du schreibetest allgemeingültig, daß man mit 20 aufhört, Thriller zu
gucken, weil man da ja mal erwachsen werden muß.
Mit dieser ironisch-apodiktischen Figur lade ich zum Nachdenken ein.
Post by Andy Angerer
Post by J J Panury
Gott, was fühlen sich die Leut' gleich auf den Schlips getreten, wenn
man durchblicken lässt, dass man ihr Lieblings<irgendwas> nicht ebenso
heilig hält!
Du postulierst das Gucken von Thrillern als infantil und wunderst Dich
über Gegenwind?
Was ist an dieser Qualifikation denn so "Gegenwind"-würdig?

Bei den Kindlichen hat doch alles Kindliche eine gute Presse, oder?
Sind da nicht auch regelmäßig Kinder die besseren Menschen? Oder warns
jetzt Tiere ...

Nein im Ernst: Ich habe nicht das geringste daran auszusetzen, wenn
Leute Thriller, Action oder Fantasy, Splatter oder Kavalleriewestern
mögen.
Ist halt nicht mein Planet.
Das mit dem "kindlich" stelle ich nur sozusagen als statistische
Korrelation fest.
Ich bin hier im Thread ja auch - ganz nett und unbefangen - nach
"meinen Top-Ten" gefragt worden ... Hm. "Wie da nun schöpferisch
reagieren?" (Hüsch)

Ich mache hier eben den bildungsbürgerlichen Egghead. Das ist mir - in
Grenzen - ja auch ganz gemäß, denn ich bejahe Bildung, - - - und ich
bin zumindest dem Herkommen nach klar bürgerlich koordiniert.
Passt also. Ich sehe keinen Anlass, mich dessen zu schämen.
Andy Angerer
2020-04-16 17:55:53 UTC
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Post by J J Panury
Post by Andy Angerer
Post by J J Panury
Ich meinte Schluss damit _für mich_!
Das hast Du aber nicht geschrieben.
Du schreibetest allgemeingültig, daß man mit 20 aufhört, Thriller zu
gucken, weil man da ja mal erwachsen werden muß.
Mit dieser ironisch-apodiktischen Figur lade ich zum Nachdenken ein.
Nein; zum Nach_fragen_.
Post by J J Panury
Post by Andy Angerer
Post by J J Panury
Gott, was fühlen sich die Leut' gleich auf den Schlips getreten, wenn
man durchblicken lässt, dass man ihr Lieblings<irgendwas> nicht ebenso
heilig hält!
Du postulierst das Gucken von Thrillern als infantil und wunderst Dich
über Gegenwind?
Was ist an dieser Qualifikation denn so "Gegenwind"-würdig?
Die Willkürlichkeit & Beliebigkeit.
Post by J J Panury
Bei den Kindlichen hat doch alles Kindliche eine gute Presse, oder?
Sind da nicht auch regelmäßig Kinder die besseren Menschen?
Ich guck ja auch jedesmal "Dschungelbuch", wenns läuft.
Post by J J Panury
Nein im Ernst: Ich habe nicht das geringste daran auszusetzen, wenn
Leute Thriller, Action oder Fantasy, Splatter oder Kavalleriewestern
mögen. Ist halt nicht mein Planet.
Oder ist es nicht viel mehr das Gefühl, das alles schon viel zu gut zu
kennen? Alles schon gesehen zu haben?
Mir zumindest gehts so. Wie oft sage ich den Satz "Hallo.... ist da
jemand?" ein paar Sekunden, bevor die Figur im Film ihn sagt....
--
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Cornell Binder
2020-04-16 18:55:22 UTC
Permalink
Post by Andy Angerer
Oder ist es nicht viel mehr das Gefühl, das alles schon viel zu gut zu
kennen? Alles schon gesehen zu haben?
Mir zumindest gehts so. Wie oft sage ich den Satz "Hallo.... ist da
jemand?" ein paar Sekunden, bevor die Figur im Film ihn sagt....
Vor allem ist das nichts Genre-spezifisches. Das findet sich
halt überall wo man innerhalb eines Genres schon entweder
sehr lange oder in kurzer Zeit sehr viel konsumiert.

Im Kino wird es für mich auch immer schwerer noch so richtig
"überrascht" zu werden. Mit jedem weiteren Jahr wird die
Liste der Stoffe länger an die man sich erinnert fühlt, oder
zumindest mit denen man vergleichen kann, wenn man will.

Das ist auch einer der Gründe warum ich nachwievor in Sneaks
gehe, da dort eine sehr hohe Chance besteht, daß Filme
laufen von denen ich noch nichts gehört habe und deswegen
auch keine (unbewußte) Erwartung aufbaue.

Ansonsten vermeide ich auch jenseits von Trailern zuviel
über Filme zu lesen, die ich noch sehen will, da man ja
immer irgendwie beeinflußt wird. Geht natürlich immer in
beide Richtungen. Das ist ja oft auch bei Trailern das
Problem, wenn die komisch geschnitten sind. Ich kann mir
dort leider Szenen gut merken und ich bin jedem Film dank-
bar, der nur die ersten 15 Minuten für den Trailer ver-
wendet. Und es gab schon den ein oder anderen guten Film mit
dem ich nicht warm geworden bin, weil ich auf Grund des
Trailers etwas völlig anderes erwartet habe und deswegen der
Film und meine Erwartung miteinander gekämpft haben.


Ansonsten gibt es ja umgekehrt das Problem, daß ein Filme-
macher natürlich auch mit den Tropes spielen kann. Und wenn
alle auf das "Hallo ..." warten, dann eben etwas genau
anderes passiert. Dazu muß er aber auch vertrauen, das die
Mehrheit der Zuschauer das erwartet. Da allerdings immer
wieder neue Zuschauer nachgeboren werden, mag es für uns
alles offensichtlich sein, während andere mit offenem Mund
im Kino sitzen und keine Vorstellung haben was gleich
passieren wird. Das ist ein unlösbares Problem.


CoBi
--
recently seen in a cinema near me:
Ad Astra - Zu den Sternen ............................................. 2937
Midsommar ............................................................. 2936
The Kitchen: Queens of Crime .......................................... 2935
Andy Angerer
2020-04-17 12:37:13 UTC
Permalink
Post by Cornell Binder
Post by Andy Angerer
Oder ist es nicht viel mehr das Gefühl, das alles schon viel zu gut zu
kennen? Alles schon gesehen zu haben?
Mir zumindest gehts so. Wie oft sage ich den Satz "Hallo.... ist da
jemand?" ein paar Sekunden, bevor die Figur im Film ihn sagt....
Vor allem ist das nichts Genre-spezifisches. Das findet sich
halt überall wo man innerhalb eines Genres schon entweder
sehr lange oder in kurzer Zeit sehr viel konsumiert.
Du sagst es!
Zustimmung auch zum Rest.
Post by Cornell Binder
[snip]
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Michael 'Mithi' Cordes
2020-04-16 19:43:03 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Was ist an dieser Qualifikation denn so "Gegenwind"-würdig?
Die völlige inhaltsleere deiner "Argumente".
Post by J J Panury
Nein im Ernst: Ich habe nicht das geringste daran auszusetzen,
Oh, wie großzügig.
Post by J J Panury
Ist halt nicht mein Planet.
Das ist in Ordnung, dann schreibe das nächste Mal gleich so und es gibt
keine Missverständnisse.
Post by J J Panury
Das mit dem "kindlich" stelle ich nur sozusagen als statistische
Korrelation fest.
Ohne Datenlage.


cya
Mithi
--
Fragen zu DVD Bestellungen in Übersee?
http://www.dvd-welt.de/
J J Panury
2020-04-16 20:08:17 UTC
Permalink
Post by Michael 'Mithi' Cordes
Post by J J Panury
Was ist an dieser Qualifikation denn so "Gegenwind"-würdig?
Die völlige inhaltsleere deiner "Argumente".
Argumentiert wurde m.W. rein gar nicht.
Post by Michael 'Mithi' Cordes
Post by J J Panury
Das mit dem "kindlich" stelle ich nur sozusagen als statistische
Korrelation fest.
Ohne Datenlage.
Was, anderes, als "Daten" sind denn viele Jahrzehnte aufmerksamen
Beobachtens? (Nicht zuletzt ja auch einiges an *Selbst*beobachtung!)
Patrick Rudin
2020-04-16 12:41:40 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Es gibt gute "psychologische" Filme mit "Thriller"-Elementen. Die sind
eine andere Sache; keine Thriller i.e.S..
Mir ist Deine Abgrenzung auch ein wenig rätselhaft.

Aber poste doch mal Deine Topten (oder notfalls Top 15) der Filme,
vielleicht könnte man so erahnen, welche Essenz(tm) ein guter Film für
Dich haben muss...


Gruss

Patrick
J J Panury
2020-04-17 11:43:19 UTC
Permalink
Post by Patrick Rudin
Post by J J Panury
Es gibt gute "psychologische" Filme mit "Thriller"-Elementen. Die sind
eine andere Sache; keine Thriller i.e.S..
Mir ist Deine Abgrenzung auch ein wenig rätselhaft.
Na ich finde zB, dass in "Der Maschinist" durchaus Thriller-Elemente
vorkommen. Gleichwohl ist das aber keine Sekunde ein Thriller, sondern
ein ... Dings - - - knifflig!
Post by Patrick Rudin
Aber poste doch mal Deine Topten (oder notfalls Top 15) der Filme,
vielleicht könnte man so erahnen, welche Essenz(tm) ein guter Film für
Dich haben muss...
Filme, bei denen ich bleibe (und sie evtl. sogar öfters anschaue),
müssen wenigstens ein bisschen Kunst haben. Ersatzweise - etwa bei
"period"-Dramen oder Historienfilmen - überdurchschnittliche
Requisite, Kostüm, Maske und Location - kurz: handwerkliche Exzellenz.

Allergisch bin ich gegen Castingfehler.

Ein paar Highlights:

Barry Lyndon
The Others
Öffne die Augen
Léolo
Satantango
Schreie und Flüstern
Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber
Lost Mulholland Empire (eine inoffizielle Trilogie)
Rosemarys Ekelmieter (noch eine inoffizielle Trilogie)
Chunking Express
Alles über meine Mutter
Solaris
Melancholia
Margaret
Das Schweigen
Das Auge

Das sind nicht "Topten" oder sowas, schon gar kein Ranking. Es sind
einige der Filme, von denen ich sicher bin, dass ich sie mir immer
wieder mal anschauen werde.
Patrick Rudin
2020-04-17 21:03:40 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Na ich finde zB, dass in "Der Maschinist" durchaus Thriller-Elemente
vorkommen. Gleichwohl ist das aber keine Sekunde ein Thriller, sondern
ein ... Dings - - - knifflig!
Ich fand den vor allem zu Beginn spannend, als ich keine Ahnung hatte,
ob das in Richtung Gewalt, Horror, Drama oder wasauchimmer geht. Man
könnte den Film etwas abwertend als Melodrama bezeichnen.

"Shutter Island" von Scorsese gefällt mir besser, ist auch spannender,
ja, vermutlich ein richtiger Thriller. Solange die Spannung nicht mit
billigen Tricks aufgebaut wird stört mich das nicht.
Post by J J Panury
Filme, bei denen ich bleibe (und sie evtl. sogar öfters anschaue),
müssen wenigstens ein bisschen Kunst haben.
Also "Valerian" ist infantil, "The Fifth Element" aber Kunst. Mal etwas
übertrieben ausgedrückt. Alleine die Opernszene reisst es raus. Luc
Besson sieht das bestimmt anders.
Post by J J Panury
Ersatzweise - etwa bei
"period"-Dramen oder Historienfilmen - überdurchschnittliche
Requisite, Kostüm, Maske und Location - kurz: handwerkliche Exzellenz.
"The Prestige" von Nolan gefällt Dir dann bestimmt, an der Ausstattung
hat da glaub ich noch niemand genörgelt.

Oder "Handmaiden" von Chan-Wook Park.
Post by J J Panury
Allergisch bin ich gegen Castingfehler.
Ja, Costner hätte als Kalifornier nicht Robin Hood spielen sollen. Aber
das ist fast 30 Jahre her...

Mich stören eher handwerkliche Mängel im Drehbuch, vor allem bei den
Dialogen. Und schlechte Musik.
Post by J J Panury
Barry Lyndon
Aha, die Hauptfigur darf also durchaus infantil sein ;-)

Zugegeben, schön ausgestattet. Die Kerzenlicht-Aufnahmen mit dem 50/0.7
waren natürlich interessant, aber wenn man auf die Kontrastprobleme
(ausgefressene Flammen) achtet, muss man zugeben, dass das trotz der
interessanten Lichtstimmung irgendwie nicht so perfekt hinhaut.

Mir war da zuwenig "thrill" drin. Wirklich spannend fand ich das Duell,
bei dem der erste Schuss aus Versehen und der zweite dann absichtlich
danebenging. Das hätte viel hergegeben, wurde aber im Drehbuch rasch
übergangen.
Post by J J Panury
Das sind nicht "Topten" oder sowas, schon gar kein Ranking.
Macht ja nichts. Wobei ich anmerken muss, dass rein vom imdb-Ranking her
das meiste davon ziemlich mainstream ist ;-)

Ein paar muss ich noch nachgucken, die sagen mir bislang nichts. Ich
finde solche Listen auch interessant, weil man gelegentlich auf
unbekannte Schätze stösst.
Post by J J Panury
Es sind einige der Filme, von denen ich sicher bin, dass ich sie mir immer
wieder mal anschauen werde.
Das ist auch mein Kriterium für den Bluray-Kauf: Macht auch beim
wiederholten Schauen viel Spass.


Gruss

Patrick
Andy Angerer
2020-04-18 15:00:52 UTC
Permalink
Post by Patrick Rudin
Also "Valerian" ist infantil,
Ja.
Post by Patrick Rudin
"The Fifth Element" aber Kunst.
Vollkommen wirrer Blödsinn, wennst mich fragst.
Aber der Kunstbegriff ist bekanntermaßen ziemlich elastisch.
Post by Patrick Rudin
Alleine die Opernszene reisst es raus.
Du sagst es: alleine die Opernszene.
Post by Patrick Rudin
Post by J J Panury
Allergisch bin ich gegen Castingfehler.
Ja, Costner hätte als Kalifornier nicht Robin Hood spielen sollen. Aber
das ist fast 30 Jahre her...
Schon mal Daniel Craig als James Bond gesehen?
--
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Patrick Rudin
2020-04-19 00:25:48 UTC
Permalink
Post by Andy Angerer
Post by Patrick Rudin
"The Fifth Element" aber Kunst.
Vollkommen wirrer Blödsinn, wennst mich fragst.
Es ist unterhaltsamer Klamauk. Und gibt auch nicht vor, mehr zu sein als
das.
Post by Andy Angerer
Post by Patrick Rudin
Alleine die Opernszene reisst es raus.
Du sagst es: alleine die Opernszene.
Und Gary Oldman. Und Ian Holm. Und die Mangalores. Und Chris Tucker.

Na gut. Chris Tucker eher nicht...
Post by Andy Angerer
Schon mal Daniel Craig als James Bond gesehen?
Die ersten drei Craig-Bonds zählen für mich zu den besten der ganzen
Reihe. Wobei da die Trauben nicht sonderlich hoch hängen, zugegeben.


Gruss

Patrick
Andy Angerer
2020-04-19 11:46:48 UTC
Permalink
Post by Patrick Rudin
Post by Andy Angerer
Post by Patrick Rudin
"The Fifth Element" aber Kunst.
Vollkommen wirrer Blödsinn, wennst mich fragst.
Es ist unterhaltsamer Klamauk. Und gibt auch nicht vor, mehr zu sein als
das.
Und mir hat er nicht gefallen, der Klamauk.
Wobei hier latürnich auch mal wieder der Punkt mit der Erwartungshaltung
stark reinspielt: ich hatte zuvor 12 Monkeys gesehen, der für mich zum
besten gehört, was überhaupt je gemacht wurde.
Und so dachte ich: SF mit Bruce....
Post by Patrick Rudin
Post by Andy Angerer
Schon mal Daniel Craig als James Bond gesehen?
Die ersten drei Craig-Bonds zählen für mich zu den besten der ganzen
Reihe. Wobei da die Trauben nicht sonderlich hoch hängen, zugegeben.
Skyfall hat mir auch sehr gefallen; aber eben _trotz_ Craig.
Und das mit den Trauben unterschreib ich Dir. Hab mir neulich nach
vielen Jahrzehnten wieder Goldfinger angeguckt und jetzt die Schnauze
erneut recht nachhaltig voll von 007.
--
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J J Panury
2020-04-20 17:49:17 UTC
Permalink
(...) ich hatte zuvor 12 Monkeys gesehen, der für mich zum
besten gehört, was überhaupt je gemacht wurde.
A geh komm! Ist doch auch nur ein Zeitreise-Plot, das gab's doch schon
beim "Terminator".
Gut, ja, Gilliam ist immer eine Nummer für sich, aber wenn, dann doch
bitte lieber gleich "Brazil". *Der* ist nun wahrlich unter den Top Ten
des vergangenen Jahrtausends!
Ups! Das ist ja reinstes Ranking! Also Kommando zurück, nix "TopTen",
sondern einfach nur ein Film, den man sich beliebig oft anschauen
kann, ohne dass es langweilig wird (.. natürlich immer ein paar Jahre
Zwischenraum lassen! ;-))) ).
Und so dachte ich: SF mit Bruce....
Post by Patrick Rudin
Post by Andy Angerer
Schon mal Daniel Craig als James Bond gesehen?
Die ersten drei Craig-Bonds zählen für mich zu den besten der ganzen
Reihe. Wobei da die Trauben nicht sonderlich hoch hängen, zugegeben.
Skyfall hat mir auch sehr gefallen; aber eben _trotz_ Craig.
Und das mit den Trauben unterschreib ich Dir. Hab mir neulich nach
vielen Jahrzehnten wieder Goldfinger angeguckt und jetzt die Schnauze
erneut recht nachhaltig voll von 007.
Andy Angerer
2020-04-20 18:01:10 UTC
Permalink
Post by J J Panury
(...) ich hatte zuvor 12 Monkeys gesehen, der für mich zum
besten gehört, was überhaupt je gemacht wurde.
A geh komm! Ist doch auch nur ein Zeitreise-Plot, das gab's doch schon
beim "Terminator".
Gehört ebenfalls zum besten, was je gemacht wurde.
(Und ja; den unsichtbaren Smiley hab ich bemerkt.)
Post by J J Panury
Gut, ja, Gilliam ist immer eine Nummer für sich, aber wenn, dann doch
bitte lieber gleich "Brazil". *Der* ist nun wahrlich unter den Top Ten
des vergangenen Jahrtausends!
Eine Lücke, die ich wohl noch füllen muß....
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Patrick Rudin
2020-04-20 21:58:34 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Gut, ja, Gilliam ist immer eine Nummer für sich, aber wenn, dann doch
bitte lieber gleich "Brazil".
Beim Doctor Parnassus hatte ich immer das Gefühl, der hätte mit
minimalen Änderungen genial werden können. Da ist aber in der Prodution
derart viel schief gegangen, dass man am Ende wohl froh war, überhaupt
irgendwie noch einen Film zusammenzuschneidern...


Gruss

Patrick
Patrick Rudin
2020-04-22 22:23:11 UTC
Permalink
Post by Andy Angerer
Wobei hier latürnich auch mal wieder der Punkt mit der Erwartungshaltung
stark reinspielt: ich hatte zuvor 12 Monkeys gesehen, der für mich zum
besten gehört, was überhaupt je gemacht wurde.
Und so dachte ich: SF mit Bruce....
Der Regisseur hat üblicherweise doch ein klein wenig mehr Einfluss auf
die Gestaltung des Filmes als der Hauptdarsteller.

Man könnte Besson auch bei "The Big Blue" unterstellen, dass es Unsinn
ist. Ich finde die Geschichte spannend und stimmungsvoll erzählt, trotz
der Tragik immer schön leichtfüssig,

Auch "Leon" ist Unsinn, aber halt ebenfalls gut erzählt und spannend auf
die Spitze getrieben. Und Gary Oldman rundet die Schauspielerriege
perfekt ab.

Das fünfte Element ist vielleicht ein wenig mehr Unsinn, aber eigentlich
bleibt sich Besson doch treu. Schön schräg, immer ein paar coole
Sprüche, ein frustrierter Bösewicht und ein durchgeknallter Chris Rock.
Ja, man hätte ein paar Klischees weglassen können, aber ich gucke den
Film auch heute noch gern.

Bei Lucy und Valerian hingegen ergreift mich einfach nur die Langeweile,
da gab es irgendwie überhaupt keine Drehbuch-Ideen mehr, nur noch viel
Spezialeffekte.

Da mich der letzte Tarantino auch ein wenig enttäuscht hat, hoffe ich
mal fest auf den neuen von Nolan im Sommer (Stichwort Zeitreisen). Wir
werden sehen....


Gruss

Patrick
Andy Angerer
2020-04-24 15:03:48 UTC
Permalink
Post by Patrick Rudin
Post by Andy Angerer
Wobei hier latürnich auch mal wieder der Punkt mit der
Erwartungshaltung stark reinspielt: ich hatte zuvor 12 Monkeys
gesehen, der für mich zum besten gehört, was überhaupt je gemacht wurde.
Und so dachte ich: SF mit Bruce....
Der Regisseur hat üblicherweise doch ein klein wenig mehr Einfluss auf
die Gestaltung des Filmes als der Hauptdarsteller.
Naja; bei "SF mit Arnie" zB weiß man ja auch so in etwa, was man zu
erwarten hat.
Post by Patrick Rudin
Man könnte Besson auch bei "The Big Blue" unterstellen, dass es Unsinn
ist. Ich finde die Geschichte spannend und stimmungsvoll erzählt, trotz
der Tragik immer schön leichtfüssig,
Auch "Leon" ist Unsinn, aber halt ebenfalls gut erzählt und spannend auf
die Spitze getrieben. Und Gary Oldman rundet die Schauspielerriege
perfekt ab.
Die beiden haben mir gut gefallen.
Post by Patrick Rudin
Das fünfte Element ist vielleicht ein wenig mehr Unsinn, aber eigentlich
bleibt sich Besson doch treu. Schön schräg, immer ein paar coole
Sprüche, ein frustrierter Bösewicht und ein durchgeknallter Chris Rock.
Ja, man hätte ein paar Klischees weglassen können, aber ich gucke den
Film auch heute noch gern.
Alles wohl richtig, aber ich empfinde den Film auch noch als etwas, das
bei den anderen nicht gegeben ist: als wirr. Und zwar extrem wirr.
Post by Patrick Rudin
Bei Lucy und Valerian hingegen ergreift mich einfach nur die Langeweile,
da gab es irgendwie überhaupt keine Drehbuch-Ideen mehr, nur noch viel
Spezialeffekte.
Genau: CGI-Protzerei ohne Inhalt.
Schaut geil aus, hat man aber im nächsten Moment wieder vergessen.
Bloß der Anfang vom Valerian, wo sich die ganzen Spezies vorstellen, der
war klasse.
Post by Patrick Rudin
Da mich der letzte Tarantino auch ein wenig enttäuscht hat, hoffe ich
mal fest auf den neuen von Nolan im Sommer (Stichwort Zeitreisen). Wir
werden sehen....
Hoffentlich entkrampft er sich ein wenig und macht nicht wieder so einen
Baaz wie Interstellar.
--
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Cornell Binder
2020-04-24 22:34:38 UTC
Permalink
Post by Andy Angerer
Post by Patrick Rudin
Das fünfte Element ist vielleicht ein wenig mehr Unsinn, aber eigentlich
bleibt sich Besson doch treu. Schön schräg, immer ein paar coole
Sprüche, ein frustrierter Bösewicht und ein durchgeknallter Chris Rock.
Ja, man hätte ein paar Klischees weglassen können, aber ich gucke den
Film auch heute noch gern.
Alles wohl richtig, aber ich empfinde den Film auch noch als etwas, das
bei den anderen nicht gegeben ist: als wirr. Und zwar extrem wirr.
Wirr? Inwieweit?

Für mich hatte das 5. Element immer eine klare europäische
Note die sich damals deutlich von amerikanischer Action
unterschied. Der Stoff selbst hätte auch problemlos als US-
Action funktioniert, aber die Inszenierung nahm absolut
keine Rücksicht auf irgendwelche Erwartungen oder Gepflogen-
heite der damaligen Zeit bezüglich westlicher SciFi-Action.

Für den ein oder anderen Amerikaner war das vielleicht so
ein starker Schock wie der erste Bollywood-Film. :)

Aber wirr kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Der Film
ist halt ein buntes Pop-Plastik-Comic-Spektakel. War damals
ADHS schon "erfunden"?
Post by Andy Angerer
Hoffentlich entkrampft er sich ein wenig und macht nicht wieder so einen
Baaz wie Interstellar.
Na aber ich hoffe doch. Ein großartiger Film. Mich fasziniert
nachwievor welche Wirkung der Soundtrack auf meine erste
Rezeption hatte und wie er diese (stark) beeinflußt hatte.


Aber falls Du richtig schlechte Laune bekommen willst, es
wird an Lucy 2 gearbeitet.


CoBi
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Midsommar ............................................................. 2936
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Andy Angerer
2020-04-25 14:02:52 UTC
Permalink
Post by Cornell Binder
Post by Andy Angerer
Post by Patrick Rudin
Das fünfte Element ist vielleicht ein wenig mehr Unsinn, aber eigentlich
bleibt sich Besson doch treu. Schön schräg, immer ein paar coole
Sprüche, ein frustrierter Bösewicht und ein durchgeknallter Chris Rock.
Ja, man hätte ein paar Klischees weglassen können, aber ich gucke den
Film auch heute noch gern.
Alles wohl richtig, aber ich empfinde den Film auch noch als etwas, das
bei den anderen nicht gegeben ist: als wirr. Und zwar extrem wirr.
Wirr? Inwieweit?
Weißinimma.
Und hätte "empfand" schreiben müssen; ist halt schon 23 Jahre her....
Post by Cornell Binder
Post by Andy Angerer
Hoffentlich entkrampft er sich ein wenig und macht nicht wieder so einen
Baaz wie Interstellar.
Na aber ich hoffe doch. Ein großartiger Film.
Wenn man zähen Kaugummi in gnadenloser Überdosierung mag....
Er hatte durchaus seine Qualitäten, aber seine eklatanten Schwächen
machten ihn für mich ziemlich unerträglich.
Post by Cornell Binder
Aber falls Du richtig schlechte Laune bekommen willst, es
wird an Lucy 2 gearbeitet.
Das dürfte an mir recht spurlos vorübergehen.
--
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Patrick Rudin
2020-04-25 19:39:53 UTC
Permalink
Andy Angerer wrote:

[Fifth Element]
Post by Andy Angerer
Und hätte "empfand" schreiben müssen; ist halt schon 23 Jahre her....
Ich glaub nicht, dass Du den im April 1997 gesehen hast ;-)

[Interstellar]
Post by Andy Angerer
Wenn man zähen Kaugummi in gnadenloser Überdosierung mag....
Er hatte durchaus seine Qualitäten, aber seine eklatanten Schwächen
machten ihn für mich ziemlich unerträglich.
Stell Dir einfach mal vor, was beispielsweise ein David Lynch an
esoterischem Müll aus diesem Stoff gemacht hätte...


Gruss

Patrick
Andy Angerer
2020-04-26 11:53:16 UTC
Permalink
Post by Patrick Rudin
[Interstellar]
Post by Andy Angerer
Wenn man zähen Kaugummi in gnadenloser Überdosierung mag....
Er hatte durchaus seine Qualitäten, aber seine eklatanten Schwächen
machten ihn für mich ziemlich unerträglich.
Stell Dir einfach mal vor, was beispielsweise ein David Lynch an
esoterischem Müll aus diesem Stoff gemacht hätte...
Umpf....
(Klar: schlimmer geht immer.)
--
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J J Panury
2020-04-26 12:21:46 UTC
Permalink
Post by Patrick Rudin
[Fifth Element]
Post by Andy Angerer
Und hätte "empfand" schreiben müssen; ist halt schon 23 Jahre her....
Ich glaub nicht, dass Du den im April 1997 gesehen hast ;-)
[Interstellar]
Post by Andy Angerer
Wenn man zähen Kaugummi in gnadenloser Überdosierung mag....
Er hatte durchaus seine Qualitäten, aber seine eklatanten Schwächen
machten ihn für mich ziemlich unerträglich.
Stell Dir einfach mal vor, was beispielsweise ein David Lynch an
esoterischem Müll aus diesem Stoff gemacht hätte...
Wenn es eine Sache gibt, die D. Lynch nie gemacht hat, dann Esoterik.
Aber Du meinst ja auch gar nicht esoterisch, Du meinst ja Müll - und
willst damit andeuten, dass Lynchs Filme nicht so ganz dein Ding sind
- richtig?
Patrick Rudin
2020-04-26 20:05:06 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Wenn es eine Sache gibt, die D. Lynch nie gemacht hat, dann Esoterik.
Meinetwegen geheimwissenschaftliche Rohstoffe(tm).

Den Elefantenmensch fand ich beeindruckend, auch wenn er getreu seinem
Vorbild für den Film hätte zeigen können, dass der Protagonist später
durchaus relativ selbstbewusst und selbstbestimmt sein Freakdasein
vermarkten konnte und wollte.

Aber zugegeben, die Szene, als er vor dem Mob flieht und in die Enge
getrieben den Leuten schliesslich "I am a human being!" entgegenbrüllt
ist grandios

Und "Dune" hätte ein fantastisch guter Film werden können, aber
irgendwas ist da beim Drehbuchschreiben wohl ziemlich schiefgegangen.

Und ja, danach sehe ich das Genie höchstens noch ab und zu ein wenig
durchblitzen, in kleinen Episoden, mit den Filmen kann ich nicht viel
anfangen...


Gruss

Patrick

Patrick Rudin
2020-04-18 14:38:39 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Rosemarys Ekelmieter (noch eine inoffizielle Trilogie)
Äh, welche zwei anderen Filme gehören da dazu?
Post by J J Panury
Margaret
Das Auge
Sagt mir nix, bitte um Angabe von Jahr und Regisseur...


Gruss

Patrick
Andy Angerer
2020-04-18 15:04:05 UTC
Permalink
Post by Patrick Rudin
Post by J J Panury
Das Auge
Sagt mir nix, bitte um Angabe von Jahr und Regisseur...
<https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Auge_(1983)>

Mit einer anbetungswürdigen Adjani.
--
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J J Panury
2020-04-21 18:44:37 UTC
Permalink
Post by Andy Angerer
Post by Patrick Rudin
Post by J J Panury
Das Auge
Sagt mir nix, bitte um Angabe von Jahr und Regisseur...
<https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Auge_(1983)>
Mit einer anbetungswürdigen Adjani.
Aber es bedarf eines M. Serrault, dieses Licht richtig zum Leuchten zu
bringen! "Das Auge" ist ein Serrault-Film, kein Adjani-Film! (Darin
übrigens gleich einem anderen Miller-Meisterwerk: "Das Verhör". Ein
Kammerspiel der Extraklasse (Serrault, Ventura, Schneider).)
Andy Angerer
2020-04-24 15:06:40 UTC
Permalink
Post by J J Panury
Post by Andy Angerer
Post by Patrick Rudin
Post by J J Panury
Das Auge
Sagt mir nix, bitte um Angabe von Jahr und Regisseur...
<https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Auge_(1983)>
Mit einer anbetungswürdigen Adjani.
Aber es bedarf eines M. Serrault, dieses Licht richtig zum Leuchten zu
bringen! "Das Auge" ist ein Serrault-Film, kein Adjani-Film!
Da hast Du wohl Recht.
Auf alle Fälle ein Film, den man gesehen haben sollte.
Post by J J Panury
(Darin
übrigens gleich einem anderen Miller-Meisterwerk: "Das Verhör". Ein
Kammerspiel der Extraklasse (Serrault, Ventura, Schneider).)
Wohl ein Film, den ich noch sehen sollte....
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Manfred Polak
2020-04-18 20:36:32 UTC
Permalink
Post by Patrick Rudin
Post by J J Panury
Rosemarys Ekelmieter (noch eine inoffizielle Trilogie)
Äh, welche zwei anderen Filme gehören da dazu?
Sind doch schon drei ("Rosemary's Baby", "Ekel" und "Der Mieter").
Wobei man darüber diskutieren kann, warum ausgerechnet diese
drei eine (wenn auch inoffizielle) Trilogie bilden sollen, während
etwa "Wenn Katelbach kommt" oder "Chinatown" nicht dazugehört.
Post by Patrick Rudin
Post by J J Panury
Margaret
Sagt mir nix, bitte um Angabe von Jahr und Regisseur...
Ich nehme an, dass der von Kenneth Lonergan von 2011 gemeint ist.
Aber den kenne ich noch nicht.


Manfred
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Doctor Death auf der Suche nach Seelen:
https://whoknowspresents.blogspot.com/2020/04/doctor-death-auf-der-suche-nach-seelen.html
(Vorsicht, infantiles Genre! Keine Kunst!)
Patrick Rudin
2020-04-19 00:18:37 UTC
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Post by Manfred Polak
Sind doch schon drei ("Rosemary's Baby", "Ekel" und "Der Mieter").
Ah, jetzt, danke. Der Ekel hat mich total verwirrt- Ich dachte immer,
"Repulsion" habe man mit "Abscheu" übersetzt...


Gruss

Patrick
J J Panury
2020-04-20 17:37:26 UTC
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Post by Manfred Polak
Post by Patrick Rudin
Post by J J Panury
Rosemarys Ekelmieter (noch eine inoffizielle Trilogie)
Äh, welche zwei anderen Filme gehören da dazu?
Sind doch schon drei ("Rosemary's Baby", "Ekel" und "Der Mieter").
Wobei man darüber diskutieren kann, warum ausgerechnet diese
drei eine (wenn auch inoffizielle) Trilogie bilden sollen, während
etwa "Wenn Katelbach kommt" oder "Chinatown" nicht dazugehört.
Das mit der inoffiziellen Trilogie empfinde nicht nur ich.
Die drei Filme haben vieles gemeinsam:
- unheimliche Wohnung (die in "Der Mieter" ist zwar gegen die anderen
nur eine Kaschemme - aber immerhin Wohnung.)
- *Die* drei westlichen Weltstädte jener Zeit sind Schauplatz: London,
New York, Paris
- dem Hauptcharakter widerfährt unheimliches/verstörendes/bedrohliches
- ausgeprägter "genius loci" (bei "Ekel" noch am schwächsten)
- Wände spielen eine wichtige Horror-Rolle

u.a.

Ich bin mir nicht sicher, ob Polanski selbst etwas zu dieser
Trilogiehaftgkeit von sich gegeben hat.
Post by Manfred Polak
Post by Patrick Rudin
Post by J J Panury
Margaret
Sagt mir nix, bitte um Angabe von Jahr und Regisseur...
Ich nehme an, dass der von Kenneth Lonergan von 2011 gemeint ist.
Eben der.

Ein großartiges Lehrstück über den Unverstand der Jugend, insbesondere
der sich gescheit und moralisch in der Offensive wähnenden Exemplare.
Wenn ein Jugendlicher auf Kreuzzug ist: für Gerechtigkeit - oder doch
wenigstens Richtigkeit; für Moral und Schuld: Dann hat die solcherart
hergenommene Mitwelt einiges zu leiden.
Florian Maier
2020-04-15 21:58:13 UTC
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Post by F. W.
"The house that Jack built (2018)" ist ein Thriller.
Nein. Ich will mich ja nicht übermäßig beschweren, die Bemerkung hat
immerhin ein wenig OnTopic-Traffic erzeugt, aber sie stimmt einfach
nicht. Man kann den Film sicherlich einigen Genres zuordnen, aber
Thriller gehört da nicht dazu, denn der Film versucht gar nicht erst,
einen durchgehenden Spannungsbogen aufzubauen. Und auch die einzelnen
Szenen verfolgt man als Zuschauer zwar interessiert und manchmal
amüsiert, aber nicht angespannt, denn dazu fehlt es bewusst an
Identifikationsfiguren.

Man könnte den Film als psychologischen Horror mit
Exploitation-Elementen kategorisieren, ich sehe ihn eher als sehr
schwarze Komödie und Psychogramm eines ausgemachten Narzissten.
Post by F. W.
Wie in vielen
anderen Filmen dieser Art verübt ein Killer Mord um Mord und die Polizei
ist ihm auf den Fersen.
Das ist keine besonders zutreffende Beschreibung. Die Polizei ist ihm
den weit überwiegenden Teil des Films überhaupt nicht auf den Fersen,
obwohl er mehrfach mit ihr interagiert.
Post by F. W.
Es wäre aber vermutlich kein Filme des
selbsternannten Enfant Terrible, wenn nicht brutale Szenen Teil des
Ganzen wären. Zuschauer und Kritiker sollen die Vorführung bereits vor
dem Ende verlassen haben.
Ja, you get what you pay for. Bei Lars von Trier darf etwas Provokation
natürlich nicht fehlen.
Post by F. W.
Ich würde jetzt gern erklären, welche Rolle die Gewalt in der Story
spielt, aber sie ist weitgehend sinnlos. Auch die verstörenden
"Vorspiele" des Mörders mit seinem Opfer ergeben keinen Sinn.
Für einen geistig gesunden Menschen sind die Gewalt und die Spielchen
natürlich sinnlos. Der Film erklärt aber sehr anschaulich, warum sie es
für die Hauptfigur nicht sind.
Post by F. W.
Nichts ist
so meisterhaft wie in "Pulp Fiction (1994)",
Das ist Geschmackssache, aber ich würde durchaus einige meisterhafte
Bildkompositionen erkennen, die einem selbst dann im Gedächtnis bleiben
dürften, wenn man mit dem Film ansonsten nicht viel anfangen kann.
Post by F. W.
nichts um der Story wegen
so notwendig zu ertragen wie etwa in "Das Schweigen der Lämmer (1991)"
oder "Psycho (1960)".
Das ist richtig, liegt aber halt daran, dass es kein Film ist, der eine
durchgehende Story in den Mittelpunkt stellt.
Post by F. W.
Und so plänkelt der Film 2,5 Stunden dahin. In einem Licht, das
leichenblaß wirkt, mit Mimik und Texttafeln, die Gründe betonen.
Diese Beschreibungen sind zutreffend.
Post by F. W.
Hinzu
kommt noch ein etwas aufgesetzt wirkender Nebenstrang, in dem sich der
Mörder mit "Verge" (Vergil) unterhält, der unerklärlicherweise von Bruno
Ganz gespielt wird.
Ich finde das sehr einfach erklärbar: Die Rolle verlangte nach jemandem
mit markanter, feingeistiger und bestenfalls auch noch fremdartiger
Stimme und Bruno Ganz hat genau das geliefert.
Post by F. W.
Der Film ist nicht zu empfehlen. Die Story gibt nichts her, die
Inszenierung vermittelt nichts.
Ich würde den Film durchaus empfehlen, wobei ich dazusagen muss, dass
man bei expliziten Gewaltdarstellungen nicht allzu zart besaitet sein
sollte.
Post by F. W.
Leider hat von Trier seine eigene Klasse
hier nicht erreicht.
Das vermag ich nicht einzuschätzen, ich kenne ansonsten nur Antichrist
und Melancholia von ihm. Und von diesen drei Filmen gefällt mir THTJB am
besten.
Post by F. W.
Schade, das Thema hätte mehr hergeben können.
Um das beurteilen zu können, sollte man das Thema zuerst erkennen.
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